Operntagebuch einer Praktikantin Teil 4

Operntagebuch Holofernes

von

Karolina Küsters

2016-05-09 12.04.16

18.05.16

Die Wurstdramaturgie

Heute ist die erste BO – Bühnenorchesterprobe. Ich weiß noch nicht so richtig, was das für mich und meine Aufgaben bedeutet. Stehe auf dem Balkon der Kantine als Katrin rauskommt und mich bittet, für sie die Requisite zu übernehmen.

2016-05-17 16.29.542016-05-17 16.29.592016-05-17 16.29.46

Klar, denke ich und mache mich gut gelaunt auf den Weg zum Soloflur… Schon spannend, wie es so alles immer mehr wird. Damit geht natürlich auch immer mehr Verantwortung einher… für alle… vor allem die Praktikantin sollte keinen Mist bauen. Und das, obwohl so viel zu beachten ist! Am Anfang gab’s hauptsächlich musikalische Proben mit zwei oder drei Darstellern und ich fand es schon schwierig, den Noten zu folgen. Dann dieser (bereits erwähnte) unfassbare Gesang, an den sich meine Ohren gewöhnen mussten. Plötzlich kamen immer mehr Requisiten, Bewegungen und Einzelheiten dazu… Dann plötzlich 1000 Chorleute, deren Namen ich nicht kannte. Das Bühnenbild. Plötzlich dann noch Licht, Technik, nächste Woche müssen die Kostüme stehen… jetzt noch das Orchester! Und sobald ein Requisit fehlt, fällt alles ins Wasser! Wie können sie der unerfahrenen Praktikantin diese unerfüllbare Aufgabe einfach so überlassen?! Narren!
Mein Panikanfall lässt mich vergessen, dass ich schon vor dem großen Tisch stehe, auf dem alle Requisiten aufgebahrt sind. Nach zwei Minuten habe ich herausgefunden, dass tatsächlich alle Requisiten da sind. Thomas (einer der Statisten) hilft mir sogar noch bei der Suche nach einem Fehler… Keiner da. Alle wissen, was sie sich von wo zu nehmen haben und mir fällt auf, dass das auch eigentlich nicht wirklich schwierig ist. So wichtig und gestresst ich mich eben noch gefühlt habe, so unnütz fühle ich mich jetzt plötzlich. Ich entdecke Jürgen und laufe ihm hinterher, um irgendetwas Wichtiges mitzuschreiben.

2016-05-18 22.25.22

Mir begegnet XY und erzählt von XY. „Das kommt aber nicht ins Tagebuch!“ beendet er/sie/es seinen Bericht. Ich klopfe XY lachend auf die Schulter: „Ha, ja das wär ja was.“ Dann drehe ich mich um und runzle die Stirn. Ich höre diesen Satz ungesund oft in letzter Zeit.

Wir setzen uns und der Durchlauf beginnt. Jürgen schickt mich nach sehr langer Zeit endlich mal wieder einen Kaffee holen (wahrscheinlich, weil ich schon seit einiger Zeit keinen Tagebucheintrag mehr geschrieben habe).
Danach – muss ich gestehen – bekomme ich Vieles nicht mehr mit, worauf ich eigentlich achten sollte. Wie schon oft in den letzten Wochen wundere ich mich darüber, durch wie viele Faktoren ein und derselbe Text eine völlig andere Bedeutung bekommen und wie viele verschiedene Atmosphären er hervorrufen kann. Das Orchester macht auf jeden Fall ziemlich was her!

20160518_105443_resized
Die Würste verwirren mich immer noch am Meisten. Es sind jetzt noch zwei schwebende Riesenwürste dazugekommen. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mit offenem Mund auf die Bühne starre, wenn die größte, schwebende Wurst aufgepumpt wird und winzig aussehende Chorleute darunter stehen und sich unterhalten, als wäre nichts dabei. Habe selten etwas verstörenderes gesehen glaube ich. Und Jürgens Wurmgemälde ziert ebenfalls noch immer den Turm. Ich frage mich, ob der jetzt auch zum Bühnenbild gehört. Vielleicht traut sich auch niemand, das Kunstwerk des Regisseurs wegzuwischen und Jürgen macht sich einen Spaß daraus, diesen Zustand auszureizen.

20160518_103943_resized20160518_103929_resized

Ein paar Stunden später laufe ich mit meinem Abendessen durch die Küche, denke über XY nach und singe lauthals „Das Meer teeeeilt sich“… Ich öffne den Kühlschrank, um zu sehen, was man noch so naschen könnte. Salami am Stück. In zweifacher Ausführung. Mir fällt auf, dass ich seit ca. einem Monat sehr oft Salami kaufe. Dann schweife ich auf einmal ab und denke an die überdurchschnittlich vielen Momente der letzten Wochen, in denen ich vor einem Grill oder einer Wurstbude gestanden habe… Erschrocken schlage ich den Kühlschrank zu… In meinem Kopf vermischen sich all die Szenen mit der Opernbühne, auf der Jürgen mit einer Wurststütze in seiner Rechten steht und laut ins Mikro ruft: „Also, damit jetzt alle mal die Wurstdramaturgie verstanden haben…“ Ich renne aus der Küche und lege mich sofort schlafen.

Advertisements

Operntagebuch einer Praktikantin Teil 3

Operntagebuch Holofernes

von

Karolina Küsters

09.05.16

IMG_6391
In der Probebühne ist es richtig gemütlich geworden. Beim Eintreten erwartet einen ein reich gedeckter Tisch voller Notizblöcke, Stifte, Kaffee, Milch, Zucker und einer hübsch drapierten Gebäckvariation. Der abgetrennte Kopf einen Tisch weiter, die bunt verteilten Messer, Bögen, Speere sowie die neu dazugekommene unanständig aussehende Riesengurke stören dieses idyllische Bild nur unerheblich.
Wir gehen mit Daniel (Osias) seine Auftritte durch.

2016-05-09 12.04.16

Katrin und ich sollen die Bartträger spielen, wobei Katrin aus ihrer ohnehin schon umfunktionierten Krücke alle möglichen anderen Gegenstände macht. Gerade hält sie sie wie einen Riesenhammer und rennt damit schreiend auf Jürgen zu, als wolle sie ihn kaltblütig von hinten erschlagen. Vielleicht verändert uns die Produktion alle ein bisschen.

Dann stehen wir zusammen in der Sonne, trinken Kaffee und rauchen. Während sich alle angeregt unterhalten, schweife ich ab, starre in den Himmel und denke über den schönen Sommeranfang nach, dass es früh hell und warm wird, ich mich ab jetzt immer fit und geistig auf der Höhe fühlen werde, und wieso wir eigentlich nicht einfach im Freien proben können, da stellt sich Ansgar neben mich: „Guck nicht so interessiert!“… Gehe zurück ins Dunkle, Kaffee kochen.

2016-05-04 14.26.05

1525+Hans+Baldung+Grien+%28c+1484-1545%29+Judith+with+the+Head+of+Holofernes%E2%80%8B

Dann kommt Mark (Holofernes) und sagt, er müsse erst mal etwas leise anfangen mit der Gesangsprobe. Das macht er dann auch… für ungefähr 30 Sekunden. Dann zucke ich sosehr zusammen, dass ich fast vom Stuhl falle. Mark singt jetzt doch richtig… obwohl ich nicht verstehe, wie das anatomisch gesehen überhaupt seine Richtigkeit haben kann. Die Ohren der anderen haben sich aber offensichtlich schon an diese 300-Dezibel-Beschallung gewöhnt, denn ich bin die einzige, die sich andauernd während der Proben zu Tode erschreckt. Die Probe geht schnell und unkompliziert über die Bühne. Scheint also alles gut zu funktionieren.
Jürgen hat n’gutes Gefühl…

IMG_6388

Abends sind wir wieder auf der Opernbühne. Alle quatschen. Es geht um ein Kostüm, an dem besonders viel Blut sein soll… Jürgen hat sich seinen eigenen Kaffee mitgebracht. Er sagt außerdem, er sei besorgt, dass mich die Videos verschrecken, die er uns in den Pausen gerne zeigt (es kommen meist Brüste und Blut vor…) Das ist sehr lieb und fürsorglich von ihm… nimmt mir aber auch einen Großteil an Stoff für das Tagebuch…

IMG_4422.JPG
Naja, bevor es losgeht, gehen wir dann jedenfalls noch eine rauchen. Ich gewöhne mir einfach an, mit der vielen Zeit, die ich an Kaffeekochen einspare, Zigaretten für Jürgen mitzudrehen.
Dann geht’s los. Es sind Johanni, Holofernes, Johannes (Achior) und die drei Statisten da. Die erste halbe Stunde wird allerdings nur ein Turm nach vorne und nach hinten geschoben, Jürgen steht vorne und weist die Technik an, aber eher so, als ginge es nicht um ein riesiges, schweres Gerüst, sondern um ein nettes Ölgemälde, dass die nette Nachbarin von nebenan doch gerne noch ein Mü weiter links an ihrer Wand hängen hätte. Alle anderen sitzen drum herum… und quatschen.

2016-05-06 11.33.42
Danach fehlt Karioca (Tanzamazone) für die nächste Szene… Kann man nichts machen, Pause… Gerade will ich Jürgen die Zigarette hinhalten, da nimmt er sich einfach eine andere… Ob er mich vielleicht feuern will?
Als Karioca da ist, kommen sie und Vincent (Statist) in provisorischen Kostümen herein. Jürgen fragt Vincent, warum er denn soviel anhabe – es ist eigentlich gar nicht soviel. Es entbrennt eine kleine Diskussion mit Emilia und Christopher (beide Kostüm) darüber, ob die für Vincent vorgefertigte Weste ihn nackt genug aussehen lässt. Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn die beiden am Ende überhaupt keine Kostüme mehr machen müssten und muss lachen. Dann stocke ich. Sie haben jetzt vielleicht auch Angst, gefeuert zu werden.
Mal wieder 22 Uhr. Und schon die Hälfte der Probenzeit vorbei! Absurd… Bin gespannt, wie’s weitergeht.

20160510_223505_resized

10.05.
10:30 Heute Nacht hat doch tatsächlich jemand unseren Turm beschmiert. Mit Kreide wurde eine Art Wurm oder sowas (ein bisschen sieht es aus wie die Wurst auf der Bühne) gemalt, mit einer kleinen, vertikalen Linie auf der Kuppe. So ein Unsinn! Habe insgeheim Jürgen selbst in Verdacht. 10:45 Wir gehen mit Johanni ihre erste Arie durch. Die Einzelproben finde ich mittlerweile am Spannendsten, weil einem vielmehr über die Rolle und die Wirkung auf die Zuschauer klar wird. 11:00Wir schieben und drehen jetzt schon wieder den Turm, dann gehen wir den Beginn des 2. Aktes durch und Jürgen hat die Idee, Björn (den Sklaven-Statisten) nackt vor dem Vorhang hocken zu lassen, um die Noten für den Trompeter zu halten. Ich hoffe, Björn weiß noch nichts von seinem Glück.

2016-05-04 11.57.34
11:00 Ansgar hat mir erklärt, was die wurmähnliche Form darstellen soll. Außerdem hat sich mein Verdacht bestätigt. Es war der Regisseur! Ich bin entsetzt!
13:00 Mittagessen und Zigarettenpause. Habe Jürgen seine Zigarette hingelegt. Als ich rausgehen will, steht Ansgar vor mir. Ich sage irgendetwas (anscheinend) dummes, oder Lustiges, woraufhin Ansgar mich ansieht wie ein kleines niedliches Ferkelchen und mich innig umarmt. Ich fühle mich nicht ganz ernst genommen. Da ertönt Jürgens Stimme und ich zucke schon wieder zusammen: „KARO! FEUER!“ Ich drehe mich um. Er steht draußen und winkt mir mit meiner Zigarette. Werde wohl doch nicht gefeuert!

Operntagebuch einer Praktikantin Teil 2

Operntagebuch Holofernes

von

Karolina Küsters2016-05-03 13.21.50

03.05.16 Morgens bei der Probe

Ansgar, der schwäbische Bühnenbildassistent,

2016-05-02 16.29.09

 spricht vor mir nicht mehr von Jürgen, sondern nur noch von Herrn Weber. Er guckt mich dabei irgendwie immer so ernst an…Vielleicht, damit ich mich besser in meinen Praktikantenstatus einfühle.
Na gut. Also heute bei der Probe: Herr Weber geht mit Cerri (Abra) und Johanni den ersten Akt durch. Ich finde es mittlerweile wirklich spannend, zu sehen, wie alles mehr und mehr Gestalt annimmt und möchte gerne alles mitbekommen. Ansgar hingegen sitzt neben mir und beglückt mich von der Seite mit seinen Ansichten über Sexualität, Sinnlichkeit und ungeschminkten Frauen in Holzfällerhemden, während ich krampfhaft versuche, Herrn Weber zu folgen. Englische sowie schwäbische Wortfetzen hallen zu mir hinüber, die englischen versuche ich alle aufzuschreiben, ich werde jedoch erneut gehindert von Ansgar, der sich über mich beugt, mitliest, und jetzt ungefragt hinter „beglückt mich“ einen Punkt setzt. Er lacht…. Immer noch…

20160504_094019_resized_1
Als ich nach vorne auf die Probebühne gehe, handelt das Gespräch schon nicht mehr von der Inszenierung. Als es weitergeht, fällt mir ein, dass ich sicher schon seit 3 Minuten keine neue Kaffeeration gekocht habe, fatal!

 2016-05-03 13.30.27
Ich komme mit einer randvollen Kaffeekanne zurück auf die Bühne und stelle sie auf den Tisch. Da steht Herr Weber vor Ansgar und erklärt in väterlichem Tonfall: „Also haben das jetzt alle gehört? Wir brauchen eine kleine Taube… Ansgar, ja? Das sind so weiße Vögel.“… Verwirrt blicke ich um mich, zuletzt fällt mein Blick auf die Kaffeekanne… Sie ist leer…

Abends bei der Probe
Die erste Probe mit dem Chor und im Opernhaus! Aufregend! Ich laufe Katrin hinterher und habe panische Angst, mich alleine in dem verwirrenden Gebäude zu verlaufen… Das wäre noch peinlicher als den Drucker nicht bedienen zu können oder den Kaffee zu vergessen. Wir betreten die Bühne und ich bin richtig baff… Auf einer echten Bühne sieht tatsächlich alles nochmal imposanter aus!

2016-05-03 18.52.17

Die leuchtenden Würste verwirren mich ein bisschen, aber ich will jetzt nicht zu viel verraten… Kurz bevor die Sicherheitseinführung gemacht werden soll, fragt Jürgen (habe mich doch gegen „Herr Weber“ entschieden), ob ich ihm nicht drei Tassen Kaffee bringen könne… Ich schaffe es tatsächlich, den Weg zur Kantine und wieder zurück zu finden! Verbrenne mir nur leider die Finger an den eindeutigen Fehlkonstruktionen aus Pappe. Als ich wiederkomme, ist die Einführung bereits vorbei und ich muss sie nachholen, während schon die erste Szene vorbereitet wird. Ich bringe Jürgen seine Kaffeetassen nach unten zur Bühne; Katrin weist mich darauf hin, dass ich natürlich nicht alle Becher auf einmal mitbringen soll, sondern jeden einzeln. Klar. Ich laufe also wieder hoch mit zwei (mittlerweile wohl temperierten) Pappbechern. Ich muss mir unbedingt die Opern- Kaffeeregeln irgendwo besorgen.
Danach geht alles ziemlich schnell. Da ich den Aufbau verpasst habe, bin ich nicht ganz sicher, was meine Aufgaben sind und um welche Szene es überhaupt geht. Ich soll ein Küchentuch holen, dann doch einen alten Stofffetzen, dann wird mir wieder ein Küchentuch in die Hand gedrückt. Ich soll dann Josef spielen (erst nach einiger Zeit begreife ich, welcher Charakter gemeint ist, denn ich hatte leider noch keine Gelegenheit, den Chor kennenzulernen). Dann soll ich Judith sein, die auf einem Rollbock einfach nur dasitzt… Und kann das erste Mal darüber nachdenken, wie komisch es ist, plötzlich von Operngesang umgeben, mit Blick auf den Orchestergraben und geblendet von den Scheinwerfern auf einer Bühne zu sitzen. Versuche danach, alles in meinem Klavierauszug nachzutragen und einen Überblick über die besprochenen Szenen zu bekommen, während Jürgen mit den Chormitgliedern alles durchspricht.
22 Uhr, Feierabend… Bin gespannt auf morgen.

Operntagebuch einer Praktikantin / Teil 1

Operntagebuch Holofernes

von

Karolina Küsters2016-04-30 12.08.03

Ich bin jetzt seit fast zwei Wochen bei der Produktion von Holofernes dabei. Also dabei… Zumindest als Assistentin der Assistentin… Ich schreibe u.a. erst jetzt zum ersten Mal etwas auf, weil ich neben dem Praktikum momentan noch ziemlich viel um die Ohren habe… Was sich mittlerweile als problematisch erweist, denn zum Einen ist es ziemlich ätzend, nicht jeden Schritt in der Entwicklung mitzubekommen, und zum Anderen bin ich dadurch auch keine große Hilfe für Kathrin (die Regieassistentin).
Das ist die erste interessante Erfahrung, die ich gemacht habe: Das Klischee, dass man komplett im Theater oder der Oper versinken muss, um wirklich dabei zu sein, trifft tatsächlich zu.
Abgesehen davon hätte ich in den ersten Tagen ohnehin nichts wirklich Interessantes beschreiben können außer der Verwirrung, die das Fremdartige einer Opernproduktion bei mir ausgelöst hat. Meine einzigen Erfahrungen habe ich bisher im Bereich Theater gemacht. Ich hatte mir eine Opernproduktion irgendwie viel weniger frei vorgestellt, irgendwie „erwachsener“, vielleicht etwas trockener oder im schlimmsten Falle spießig. Dass sich dieses Vorurteil nicht bestätigt, ist mir aber recht schnell aufgefallen, nicht zuletzt dadurch, dass Jürgen (der Regisseur) in jedem zweiten Satz die Worte „fuck off“ benutzt.

2016-04-30 10.05.32

Generell wird sehr oft auf englisch und über Sex gesprochen. Klar, dass überhaupt eigentlich alles Sex ist, ist ja mittlerweile bekannt. Und dass Judith quasi für Gott und ihr Volk zur Hure wird…

Und überhaupt, wer kann sich schon noch ein Theaterstück vorstellen, indem nicht fragwürdige Sexualtriebe thematisiert, Hierarchien mithilfe von Phallussymbolen dargestellt oder einfach zwischendrin nackte Menschen als „Tabubruch“ auf die Bühne gesetzt werden?

1543+Jan+Metsys+%28Massys%2C+Matsijs%29+%281509-1573%E2%80%8B%29%2C+Judith+with+the+Head+of+Holofernes%E2%80%8B%2C+1543
Ich muss trotzdem zugeben, dass ich zunächst nicht so richtig verstanden habe, warum in einer biblischen Geschichte Pole-Dance-Stangen und Bauchtänzerinnen benötigt werden. Meine Wahrnehmung könnte aber auch dadurch beeinflusst worden sein, dass ich in den ersten Tagen (abgesehen vom Klassiker „Kaffeekochen“) noch die ehrenvollen Aufgaben der Statisten zugewiesen bekommen habe. Das sah ungefähr so aus:
Am zweiten Tag durfte ich einen Sklaven spielen, der an besagter Pole-Dance-Stange festgebunden wird, dann vor einer zugegeben sehr attraktiven Tänzerin dahinschmachtet, um dann enthauptet und auf den Boden getreten zu werden. Tot muss er dann aber noch ein ganzes Stückchen über den dreckigen Boden rollen, klar, um der Hauptdarstellerin nicht im Weg zu liegen, wenn diese sich der Pole-Dance-Stange widmet.

FORTSETZUNG FOLGT